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| - Zu Zeiten der ausgeprägten Sippenhierarchie, die bei den Tasham bis 418 n.P. vorherrschte, wurden die Namen der Tasham nach einer komplizierten Konventuion gebildet, die hier erläutert werden soll. Zunächst sei an vier Beispielen verdeutlicht, wie sich die Namen zusammensetzen:
* Shem'iva yo'sim-Antu: der "Nachgeborene Sohn" (shem) Iva der Sippe Yo[ppuri] des Jahres sim (396) der Familie Antu
* Tsem'kaatla yo'kam-Antu: die "Nachgeborene Tochter" (tsem) Kaatla der Sippe Yo[ppuri] des Jahres kam (390) der Familie Antu
* Shemin'kalimbek tan'zarim-Kontas: der "Nachgeborene Zwillings-Sohn" (shemin) Kalimbek der Sippe Tan[karryeni] des Jahres zarim (388) der Familie Kontas
* Shamin'santar yo'tapim-Antu: der "Erstgeborene Zwillings-Sohn" (shamin) Santar der Sippe Yo[ppuri] des Jahres tapim (406) der Familie Antu Wie zu erkennen ist, wurde früher bei den Namen der Tasham großer Wert auf ein möglichst vollständiges Geburtsprofil des Namensträgers gelegt, also Rangfolge der Geburt, Geschlecht und Geburtsjahr sowie Sippenzugehörigkeit. In der Tat spielten diese Attribute in der Tasham-Gesellschaft vor ihrer Eingliederung ins Reich Tarn-A-tuuk eine große Rolle. Insbesondere waren sie eine der Stützen der rücksichtlosen Ausbeutung der unterdrückten Sippen durch die Herrschenden. Seit dem Einzug der Ter-baak ins Untarn nehmen die Tasham allmählich Abstand von diesem Namenssystem. Dennoch seien die einzelnen Bestandteile der damaligen Namensbildung hier nochmal erläutert: 1) Die Bezeichnung der Geburtsrangfolge und des Geschlechtes: Diese Rangfolgenbezeichnungen wurden jedem Namen vorangestellt. Wenn ein Sohn oder eine Tochter als Bestandteil eines Zwillingspaars geboren wurde, so wurden diese Namensbestandteile jeweils noch um die Nachsilbe "-in" erweitert (also dann Shamin, Shemin, Tsamin bzw. Tsemin) 2) Der Rangfolgebezeichnung folgte der eigentliche Personenname (z.B. Kaatla). Dieser Name sagt (wie auch die Namen der Ter-baak) nichts über das Geschlecht des Trägers aus. 3) Das Sippenkürzel ist für jede der Tasham-Sippen eindeutig und besteht aus zwei bis drei Buchstaben. Nachfolgend sind einige Sippenkürzel für die wichtigsten Tasham-Sippen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) aufgelistet: 4) Dem Sippenkürzel nachgestellt wurde das Geburtsjahr angegeben. Die Tasham hatten für jedes Jahr einen eigenen Namen, dessen Bedeutung niemandem außer den Priestern, die sie erfanden, verständlich ist. Im folgenden sind die Jahresnamen für die letzten knapp 80 Jahre bis 418 gelistet (seitdem werden keine Jahresnamen mehr vergebenm, wie auch die gesamte Namenskonvention -bis auf wenige Ausnahmen- nicht mehr gebräuchlich ist). 341 ist das Geburtsjahr des ältesten noch lebenden Tasham. 5) Ganz am Ende folgte schließlich der Name der Familie (z.B. Antu) Heutzutage wird von den alten Namensgepflogenheiten nur noch der Personen-und Familienname beibehalten, sowie bei einigen Familien das Sippenkürzel. So wurde z.B. aus Tsem'kaatla yo'kam-Antu, die als eine der ersten mit den überkommenen Namenstraditionen brach, zunächst Kaatla yo'Antu, bevor sie das Clanrecht der Ter-baak annahm und sich nunmehr Iontu-kalatil nennt.
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