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| - Stefan Mappus ist der Titel eines monumentalen bürgerlichen Trauerspiels, das von 2009 bis 2011 in Stuttgart uraufgeführt wurde. Aufgrund seiner Vielschichtigkeit und extremen Überlänge gilt es als das am schwierigsten aufzuführende Theaterstück seit der Antike, die Aufnahme beim Publikum sprengte andererseits alle bisher dagewesenen Dimensionen. Theaterwissenschaftler sehen gar ein neues Genre, die so genannte Schmierentragödie, begründet. Diese, so der ansonsten schon lange nicht mehr angemessen befragte FAZ-Kolumnist Andreas Kilb, beinhalte neben einer Amalgamierung dutzender Vorlagen aus der klassischen Epoche ein hohes Maß an hysterischen Zuspitzungen, aberwitzigen Volten und einem komplett unrealistischen, aber volksnahen, geradezu versöhnlichen Ende, das in dieser Art sonst nur auf
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| - Stefan Mappus ist der Titel eines monumentalen bürgerlichen Trauerspiels, das von 2009 bis 2011 in Stuttgart uraufgeführt wurde. Aufgrund seiner Vielschichtigkeit und extremen Überlänge gilt es als das am schwierigsten aufzuführende Theaterstück seit der Antike, die Aufnahme beim Publikum sprengte andererseits alle bisher dagewesenen Dimensionen. Theaterwissenschaftler sehen gar ein neues Genre, die so genannte Schmierentragödie, begründet. Diese, so der ansonsten schon lange nicht mehr angemessen befragte FAZ-Kolumnist Andreas Kilb, beinhalte neben einer Amalgamierung dutzender Vorlagen aus der klassischen Epoche ein hohes Maß an hysterischen Zuspitzungen, aberwitzigen Volten und einem komplett unrealistischen, aber volksnahen, geradezu versöhnlichen Ende, das in dieser Art sonst nur auf Volksbühnen wie Millowitsch und Ohnesorg einen Platz habe. Es wird gleichwohl vermutet, dass die unerreichte Antipathie, die die Hauptfigur Stefan Mappus beim Publikum weckt, seinen Niedergang zu einem besonderen kathartischen Erlebnis macht. Der Verfasser des Stücks ist bislang nicht bekannt. Manche sehen darin das letzte Schelmenstück von Christoph Schlingensief kurz vor seinem Ableben, andere vermuten zumindest hinter den extremen Längen (Landtagsdebatten in voller Länge, epische Traumsequenzen in Echtzeit) auch Mitarbeit von Frank „Ungekürzt“ Schätzing und Martin „Faselschwab“ Walser.
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