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| - Schon nervig. Wollte nur meine Mordlust befriedigen. Habe ein paar Opfer gefunden und werde in einen Kampf mit einem Sklaven Slendermans verwickelt. Seufze schwer, während ich gezielten Axthieben ausweiche. Er ist schnell für einen Axtkämpfer. Dieser Kampf wirkt eintönig. Dieser Ticci Toby lässt mich nicht zum Angriff kommen. Von weitem sieht es aus, wie ein nicht enden wollender Tanz. Müdigkeit schleicht sich in meine angespannten Muskeln. Werde allmählich langsamer. "Lass uns etwas probieren, Raphael.", sagt Lars in meinem Kopf. Wäre dafür äußerst dankbar. Toby ist kein gewöhnlicher Gegner. Er ist ganz anders, als die anderen Feinde zuvor. Schneller. Präziser. Unermüdlicher. Der Bastard kommt einfach nicht aus der Puste. Kalter Schweiß tropft mir von meinen schulterlangen, braunen Haaren. Sie liegen mir wie ein klebriger Lappen im Gesicht. Erschweren mir die Sicht. "Wenn ich "jetzt" sage, lässt du dich fallen.", sagt Lars. Hebe eine Augenbraue, während ich zwei kurzen Schlägen hintereinander ausweiche. Toby hat eine zweite Axt zur Hand genommen. Wird er immer schneller, oder ich nur immer langsamer? Verdammt. Keine Zeit für solche Gedanken. Schmerz durchbricht meinen müder werdenden Geist. Eine seiner Äxte hat meinen Arm geschliffen. Knirsche mit den Zähnen. Verdammter Hurensohn. Schaue auf die Wunde. Blut sickert unnachgiebig daraus. Toby lacht kurz auf. Schaue ihn hasserfüllt an. Er kommt auf mich zu. Holt währenddessen aus. "Jetzt!", ruft Lars aufgeregt. Scheiß drauf. Vertraue ihm. Lasse mich zu Boden fallen. Tobys Schläge verfehlen. Er kommt ins Taumeln. Das Manöver scheint ihn verwirrt zu haben. Stütze mich auf. Trete nach seinem Knie. Treffer! Ticcy Toby knickt ein. Grinse und erhebe mich blitzschnell. Bin wieder im Geschäft! "N-Nicht schlecht, S-Sleepless.", sagt der Sklave Slendermans mit ruhiger Stimme. "D-D-Danke, du lebender S-Sprachfehler.", verspotte ich den Stotterproxy. Lars kichert in meinem Kopf. Der Verspottete erhebt sich. Schüttelt kurz sein getroffenes Bein aus. Der Blutgeruch, der von den Leichen um mich herum steigt, verpasst mir eine wohltuende Gänsehaut. Schließe kurz meine Augen, um den Geruch in mich einfließen zu lassen. Schon seit meiner frühesten Jugend, hat mich der Geruch von Blut befriedigt. Keine Ahnung warum. "Vorsicht. Er kommt frontal auf dich zu.", warnt Lars. Grinse. Habe neue Kraft. Öffne meine verschiedenfarbigen, leuchtenden Augen. Schaue auf Toby herab. Seine Äxte kommen auf mich zu. Nur scheinbar langsamer als zuvor. Habe keine Probleme mehr ihnen auszuweichen. Elegant drehe ich mich zur Seite. Hebe mein Knie. Harter Tritt gegen das Brustbein des Proxys. Lautes Knacken. Toby hält sich die getroffene Stelle. Er keucht. Lache auf. "Treffer.", sage ich von oben herab. Ziehe ein neues Skalpell. Tauche es in das Blut meiner Streifwunde am Arm. Gehe grinsend auf Toby zu. "W-Willst du mir j-jetzt meine K-K-Kraft nehmen? F-Feigling.", provoziert der Proxy. Schlage ihm kommentarlos meine Faust ins Gesicht. Er wird hart zu Boden geschleudert. Stehe jetzt über ihm. Kicke Toby seine Äxte aus den knackenden Händen. Er keucht schmerzerfüllt. Seine orangene, mittlerweile gesplitterte Brille fixiert mich. "Dein Tod wird deinem Kindermörder von Meister eine Botschaft übermitteln", beginne ich von Abscheu erfüllt. Verachte dieses Pack so sehr. Slenderman und sein jugendliches Pack von Sklaven. Weite meine Augen, als ich ihn anbrülle:"Jeder von euch gottverdammten Proxys, die noch nicht von meiner Nemesis getötet wurde, wird durch meine Hand sterben!" "Vorsicht. Hinter dir. Schnell. Spring nach rechts!", ruft Lars plötzlich auf. Ohne nachzudenken folge ich seiner Anweisung und hechte zur Seite. Ein Surren in der Luft. Knapp verfehlt mich ein Messer. Was zum Teufel!? Blicke hinter mich. Ein höhnisch grinsendes Mädchen, im weißen Top. Ihre Augen sind das wohl seltsamste an ihr. Man möchte meinen, dass ich interessante Augen hätte, doch sie? Das von mir aus linke Auge ist grün und das andere... Eine Uhr? Sie hat eine Uhr als Auge!? Wer sich so einen Scheiß ausdenkt.. Mein Grinsen wird immer breiter. "Immer vorsichtig, junge Dame. Damit kannst du jemanden einen kleinen Kratzer verpassen.", spotte ich amüsiert. Die Unbekannte kommt auf mich zu. Ihr Mund ist von den Lippenseiten bis zu den Wangen blutig genäht. Ähnelt dieser Grinsekatz, die einst gegen Einauge gekämpft hat. "Sei vorsichtig. Sie ist ein weiterer Proxy...", sagt Lars in meinem Kopf. Kichere finster. Dachte ich mir bereits. "Willst du Loverboy hier unten zu Hilfe kommen? Niedlich..", höhne ich finster und trete gegen Tobys Oberkörper. Er stöhnt vor Schmerz. Herrliches Geräusch. Ihre Schritte werden schneller. Scheine sie gereizt zu haben. Sie streift ihre blaue Jacke im Rennen ab und macht sich mit ihrem zweiten Messer bereit zum Angriff. Seufze schwer. Spüre dabei, wie müde meine Muskeln bereits sind. Ein weiter Kampf wird schwierig. Vor allem, wenn sie genauso stark ist, wie Toby... "Sie wird zwei Mal zustechen. Beide Male von links.", sieht Lars voraus. Auch er wirkt müde. Blocke ihren Hieb ab, indem ich ihren Arm packe. Sie grinst breiter. Weite meine Augen, als mir klar wird, dass sie das ebenfalls voraus sah. Heftiger Schmerz in meiner Magengrube. Hat die Schlampe mir ihr Knie in die Magengrube gerammt. Unfreiwillig sinke ich auf die Knie. Doch merke ich, dass sie außer Atem ist. Hautkontakt. Ringe nach Luft. Sie steht erhobenen Hauptes vor mir. Meine Körper schmerzt. Die Muskeln brennen. Müdigkeit benebelt meinen Geist. Atme schwer. Muss meine gesamte Konzentration aufbringen, um klar zu bleiben. "Wie schön. Der gnadenlose Sleepless kniet vor seiner Feindin. Ich bin gerührt. Unter anderen Umständen, hättest du mir echt gut gefallen. Doch leider....ist deine Zeit über...", sagt sie mit gebleckten Zähnen. Ihr Messer im Ansatz. Noch nicht... Rolle mich zur Seite. Schnappe mir ein Skalpell aus meinem Staubmantel. Ein Ritzen auf meiner Zunge. Mund füllt sich mit metallisch schmeckendem Blut. Grinse schmerzerfüllt, als ich der Proxy-Schlampe mein Blut ins Gesicht spucke. Sie weitet ihr grünes Auge, als sie anscheinend weiß, was das für sie bedeutet. "Du verdammter Hurensohn!", schreit sie ohrenbetäubend laut, als sie panisch das Blut aus ihrem Gesicht wischt. Zu spät. Habe mich bereits aufgerappelt. Mein Skalpell wird heute zum ersten Mal Proxyblut kosten. Lass es dir schmecken.. Langsam gehe ich auf das Weib zu, dass bereits in Verteidigungsstellung gegangen ist, als es plötzlich zu regnen beginnt. Kein normaler Regen. Er schmeckt metallisch. Halte meine Hand offen. Vielleicht liegt als an dem Blut, dass noch immer in mein Mund läuft. Nein. Auf meine Hand regnet es...Blut!? Blicke grinsend in den seltsamerweise klaren Nachthimmel. Woher kommt der Blutregen? Mein Zorn löst sich auf in Wohlgefallen. Es gefällt mir. Befriedigung im sanft prasselnden Blutregen. "Clockwork. Ticcy-Toby. Ihr seid jämmerlich. Ihr schafft es nicht einmal einen einfachen Mörder zu töten.", erklingt eine fremde Stimme. Noch einer!? Müsste mich eigentlich ärgern. Doch eigenartiger Weise empfinde ich nichts als Gleichgültigkeit, als ich eine verzerrte Person vor meinen beidethumb|298px|Blutregen by 13NeKo13n unterlegenen Gegner sehe. "Sleepless. Gut gekämpft. Für einen...naja...ein Mensch bist du nicht mehr. Für ein so kleines Licht wie dich.", wendet sich der Neuankömmling an mich. Versuche mich zu konzentrieren. Vergeblich. Die Person bleibt für meinen Blick verzerrt. Wie ein verwaschenes Hologramm aus klischeehaften Science-Fiction Filmen. "Wir sehen uns wieder. Auf bald!", spricht die Gestalt. Mein Körper wird leicht. Wärme breitet sich in mir aus. Spüre, wie ich den Halt verliere und zu Boden falle...Schlaf umfängt mich.
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