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| - Bis vor knapp fünf Jahren durfte sich Ilmbert Tann "Baron Ilmbert vom Tann" nennen. Die Baronie Tann ist ein kleines Gebiet im Osten der Grafschaft Stürzenbach und grenzt an die "Eschenburg". Das unselige Eschenhaus war auch der Anlass für eine fürchterliche Fehde, die Ilmbert Land und Adelstitel, seinem Kontrahenden Markward von Erzrhode aber gar das Leben kostete. Es begann damit, dass Ilmbert nach seines Vaters Tod sein Erbe antrat und zur Bestätigung seines Amts nach Stürzenbach reiste. Wie es Graf Varemain bei allen Vasallen tat, die ihr Erbe antreten wollten, verlangte er auch von Ilmbert fortan höhere Abgaben. Den frisch ernannten Baron brachte das an den Rand des Ruin, sodass er sich bald nach zusätzlichen Einkünften umsehen musste, wollte er sich nicht bei den raffgierigen Händlern Stürzenbachs verschulden. In seiner Not kam ihm das Eschenhaus des Bauern Flor in den Sinn, das an der Grenze seiner Baronie stand und aus unerfindlichen Gründen von keinem der drei umliegenden Baronien beansprucht wurde. Vielleicht wäre von den Bauersleuten einiges zu holen... Ilmbert legte sich seine schwere Rüstung an, stieg auf sein Streitross, das sich schon auf mancherlei Turnier bewährt hatte und ritt zum Eschenhaus. Dort musste Ilmbert eine böse Überraschung erleben: Zwei Knechte aus der Nachbarbaronie Erzrhode räumten eben die Vorratskammer des Hauses aus. Ilmbert forderte die Schergen des Baron Markwards auf, zu verschwinden, denn dieses Haus gehöre von nun an zu seiner Baronie. Als die beiden der Aufforderung nicht nachkamen, wurde Ilmbert zornig und erschlug die beiden mit seinem Schwerte. Auf diese Bluttat hin erklärte Markward von Erzrhode dem Baron vom Tann die Fehde. Ein Jahr lang belauerten sich die Kontrahenten, überfielen die Dörfer des Gegners und richteten üble Verwüstungen an. Schließlich gelang es Ilmbert, Markward zu stellen und er trennte ihm den Kopf von den Schultern und erschlug im Blutrausch alle, die mit seine gekommen war. Als ein gräflicher Gesandter Ende des Jahres die Abgaben einforderte, trat Ilmbert ihm mit seiner silbernen Rüstung, die immer noch rostrot vom getrockneten Blut seiner Gegner war, entgegen, verhöhnte ihn und gab ihm den Kopf seines Kontrahenten mit den Worten, dies sei alles, was er geben könne. Auf diese Beleidigung hin sandte Graf Varemain Bewaffnete, um mit Gewalt seine Steuer einzutreiben. Der aufsässige Baron wurde nach zähen, verlustreichen Gefechten schließlich ergriffen und Land wie Titel wurden ihm aberkannt. Er sollte rasch hingerichtet werden, doch durch geschickte Manipulation schaffte es Farus, der hier eine Gelegenheit sah, einen der gewaltigsten Kämpfer des Reiches als seinen Gefolgsmann zu gewinnen, diese immer wieder hinauszuzögern. Nachdem Ilmbert mehrere Jahre in einer Kerkerzelle geschmachtet hatte und allmählich in Vergessenheit geriet, ließ Farus von Stürzenbach ihn im Geheimen herausholen und verschaffte ihm unter dem falschen Namen "Jorak" eine Anstellung bei der Stadtwache.
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