| abstract
| - "Räumliche Nichtlokalität" bedeutet, das ein Quant, also ein atomares oder subatomares Objekt, instantan, d.h. sofortig. ohne Verzögerung (ohne Geschwindigkeitsbegrenzung z.B die Lichtgeschwindigkeit) Fernwirkungen hervorrufen kann. Bekannte Beispiele sind z.B. der Kollaps der Wellenfunktion eines Teilchens bei dessen Messung, die seine Wahrscheinlichkeitswelle (durch die es vor der Beobachtung beschrieben wird) nach gegenwärtiger Annahme instantan im ganzen Universum auf den Wert null setzt (außer natürlich in der Raumregion in der das Teilchen "gesichtet" wird, dort nimmt die Wahrscheinlichkeitswelle den höchstmöglichen Wert an, also z.B. 100%). Fernwirkungen können auch bei verschränkten Teilchen beobachtet werden: Wenn eines dieser Teilchen einen bestimmten Spin in Bezug auf eine Achse aufweist, weiß der Beobachter, welcher die Messung vornimmt, instantan, dass das verschränkte Teilchen einen entgegengesetzten Spin haben muss. Es sei angemerkt, dass der Spin nicht von Anfang an gegeben ist, sondern sich erst bei der Messung für eine Richtung "entscheidet", wobei beide eine Wahrscheinlichkeit von 50% besitzen. Wieso ein Quant jedoch die Superposition erreichen kann, also z.B. zur gleichen Zeit an mehreren Orten sein und mit sich selbst interferieren kann, ist eher eine philosophische Frage (vielleicht kann sie auch durch eine vereinheitlichte Theorie beantwortet werden, doch zur Zeit kann man nur beobachten, dass sich ein Quant eben so verhält und es eine Eigenschaft des Universums ist) Auf der makroskopischen Ebene werden solche Effekte jedoch durch die Dekohärenz aufgehoben.
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