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  • Fanon:Blut und Waffen - Kapitel 32
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  • Auf der Phoenix herrschte nun eine andere Stimmung als die Wochen davor. Neben der allgemeinen Verwunderung über ihr plötzliches Auftauchen, waren vor allem Wut und Trauer zu spüren. Phoenixclaws erste Tat nach ihrer Rückkehr war das Einfordern sämtlicher Berichte und das erstellen einer genauen strategischen Karte. Nachdem sie sich einen kleinen Überblick über die Lage gemacht hatte und Silver den Befehl für die Startvorbereitungen gab, führte ihr Weg zu Enriya. Nicht wegen deren Arbeit, sondern wegen Thessia. Sie fand Enriya nicht in deren Labor, sondern in derer Kabine. Zwischen den beiden Räumen gab es nur zwei Unterschiede: Die Anzahl der Geräte und das Bett. Enriya lag auf der tiefblauen Tagesdecke mit dem eingestickten Zeichen der Star Alliance, hatte sich zusammen gekauert und heul
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Spezies
  • Allianz
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Genre
  • Abenteuer
Autor
  • Phoenixclaw
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  • Auf der Phoenix herrschte nun eine andere Stimmung als die Wochen davor. Neben der allgemeinen Verwunderung über ihr plötzliches Auftauchen, waren vor allem Wut und Trauer zu spüren. Phoenixclaws erste Tat nach ihrer Rückkehr war das Einfordern sämtlicher Berichte und das erstellen einer genauen strategischen Karte. Nachdem sie sich einen kleinen Überblick über die Lage gemacht hatte und Silver den Befehl für die Startvorbereitungen gab, führte ihr Weg zu Enriya. Nicht wegen deren Arbeit, sondern wegen Thessia. Sie fand Enriya nicht in deren Labor, sondern in derer Kabine. Zwischen den beiden Räumen gab es nur zwei Unterschiede: Die Anzahl der Geräte und das Bett. Enriya lag auf der tiefblauen Tagesdecke mit dem eingestickten Zeichen der Star Alliance, hatte sich zusammen gekauert und heulte in ihr Kissen. Über ihr befand sich ein großes Bild mit der Aussicht aus ihrem Apartment, auf Thessia. Sie bemerkte das Geräusch der Tür und schluchzte nur: „Geh wieder! Ich brauch jetzt Zeit für mich!“ „Ich kann deine Trauer verstehen. Auch ich habe meine Heimat, meinen Geburtsplaneten verloren.“, entgegnete Phoenixclaw nur leise und ging langsam auf sie zu. Enriya blickte auf und sprang sofort auf sie zu, nur um sie dann in ihre Arme zu schließen. „Phoenixclaw. Phoenixclaw! Du bist wieder da! Allen Göttern des Pantheons sei Dank! Wenigstens ein Lichtblick in diesen dunklen Stunden.“, heulte sie in ihre Schulter rein. Sie umarmte die weinende Asari fast schon mütterlich und konnte sie so beruhigen. „Was haben sie nur mit dir und deinem Gesicht gemacht?“, fragte Enriya weiter. Phoenixclaw fuhr sich plötzlich verwundert über ihr Gesicht und fühlte die Narbe bei ihrem linken Auge. Das konnte nur von einer Sache kommen… „Meine Implantate wurden geschädigt und mussten ausgetauscht werden.“, antwortete sie schließlich. „Wenigstens bist du da. Das zählt.“, meinte Enriya und heulte weiter. „Enryia, auch wenn du mich dafür verteufelst, aber du musst diesen Verlust verdrängen. Nein, verändern! Wir brauchen in dieser Galaxie nun eine Sache: Zorn. Ziehe Zorn aus dem Verlust und wende diesen Zorn gegen die Reaper!“, sprach Phoenixclaw nun kalt, was auch Enriya bemerkte. „Du bist nicht… was ist mit dir passiert?“, fragte sie verwundert und wich zurück. Die Phoenixclaw vor ihr veränderte ihre Persönlichkeit und zeigte nun eine andere, dunkle. „Ich ziehe meine Kraft aus meinen Zorn. Vorgestern hab ich immerhin befohlen, dass mein eigenes Schiff meinen eigenen Arsch wegblasen soll! Ich will die Reaper brennen sehen! Du musst ebenfalls diese Wut in dir entdecken, dann werden wir die letzte Schlacht schnell und schmerzlos beenden können!“, erklärte sie, wobei erneut die rote Narbe aufleuchtete. „Phoenix… Du entgleitest deinen Idealen!“, rief Enriya, nun geschockt über den wütenden Blick von Phoenixclaw. „Ich entgleite niemanden! Ich möchte diesen Krieg nur endlich beendet sehen! Der Verlust von Thessia macht auch mir zu schaffen! Hast du die Koordinaten zum Korogyn-Tempel?“, fragte Phoenixclaw. Enriya blickte sie kurz schief an und antwortete schließlich: „Ja. Aber das ist zu gefährlich, selbst wenn du momentan nicht in dieser Verfassung wärst…“ „Das ist mir egal. Sie sind unseren letzten externen Verbündeten. Auch sie werden uns ihre Stärke leihen. Die Koordinaten, bitte.“ Enriya atmete tief durch, dann tippte sie etwas auf einer Konsole neben ihr. „Ich habe sie auf die Galaxie-Karte gelegt. Aber... Es ist zu gefährlich! Du bist nicht in der Verfassung um vor den Korogyn zu treten. Ich habe mit Tesera gesprochen und... du hast dich verändert, er könnte dich nicht anerkennen.“ Phoenixclaw blickte sie kurz an und entgegnete dann: „Der Krieg verändert jeden. Trauere nicht um Thessia und die Toten, trauere um die Reaper, denn sie werden durch den Zorn der Lebenden ausradiert. Und mach dir keine Sorgen wegen mir.“ So zog sie von dannen. Enriya stand noch eine Weile stumm in ihrer Kabine und meinte zu EVI: „Das klingt gar nicht gut…“ EVI entgegnete darauf: „Ich bin gespannt, wie sie darauf reagieren wird, dass ich momentan immer noch in einen Gespräch mit 22 Milliarden KIs stecke und sie so gar nicht wirklich loskommt…“ Im Cockpit machte sich Silver über die gleiche Sache Gedanken: „Wie lange brauchst du noch? Du steckst da schon seit Stunden drinnen.“ „Ich weiß. Besonders die KIs, die aus den Kopien meiner Töchter entstanden sind, sind störrische kleine Esel. Ich konnte aber immerhin die Hälfte überreden. Momentan diskutiere ich mit beiden Lagern und arbeite mit den einen bereits eine Art Schlachtplan raus.“, antwortete EVI. „Und wie sieht er aus?“ „Wir werden Rache nehmen für jedes ausgelöschte Leben, egal ob organisch oder synthetisch. Dafür entfernen wir sämtliche Kraftbegrenzer unserer Waffen und der Kikamora. Desweiteren habe ich Hades-Angriffe vorgeschlagen, was jede KI demnächst ihren jeweiligen Offizieren mitteilen wird.“ „Klingt so als würdest du Phase drei ganz alleine koordinieren.“ „Ich glaube, ich bin nicht die einzige. Weißt du Silver, Zorn kann viel bewegen, solange man ihn beherrschen kann.“, erklärte EVI und blickte kurz weg. „Was ist?“, fragte Silver verwundert. „Gerade haben sich nochmal die Hälfte der Hälfte meinen Ideen angeschlossen. Ich glaube das sind genügend. Ich bespreche jetzt noch den genauen Plan und teile es dann Phoenixclaw mit.“ „Dann kannst du ihr auch gleich deinen neuen Körper zeigen.“ „Mach ich. Übrigens, in etwa zehn Minuten, plus minus fünf Minuten, stehen wieder sämtliche meiner Funktionen zur Verfügung, dann können wir los.“ „Sehr gut. Dann order ich Mistral mal her, falls sie nicht schon auf den Weg ist, sonst muss sie wirklich noch hier bleiben.“ Phoenixclaw stand zu diesem Zeitpunkt bereits vor der Galaxie-Karte und machte ein langes Gesicht, als eine nette und unmissverständliche Meldung auftauchte: „Koordinaten können nicht berechnet werden; KI außer Funktion. Wenden Sie sich an einen zuständigen Techniker.“ Sie wandte sich mit einen etwas ungläubigen Blick zu Katakara Nisha, die die Meldung ebenfalls gesehen hatte und leicht kicherte. „Äh… EVI?“, fragte sie deswegen verwundert. „Ja, Admiral?“ „Wieso hab ich da eine Fehlermeldung auf meiner Karte?“ „Oh… also das… Äh… ich befinde mich gerade wegen einiger bestimmten Sachen im Wartungsmodus. Dauert nicht mehr lange. Die Koordinaten des Planeten kann ich allerdings aus dem Archiv raus leiern. Ich muss wieder.“, entgegnete EVI, wobei das Hologramm mehr als nur verlegen wirkte und so schnell wie möglich verschwand. Phoenixclaw seufzte: „EVI, was zum Geier hast du angestellt?“ „Meine Kapazitäten sind, das erste Mal seit meiner Geburt, komplett ausgelastet. Wie gesagt, dauert nicht lange, dann ist das Geschichte.“, sprach EVI flüchtig und verschwand erneut. „Das kann ja wohl nicht wahr sein! Silver!“, meinte sie leicht verärgert und ging vor ins Cockpit. „Kannst du mir sagen, was mit unserer KI los ist?“, fragte sie im Cockpit. Silver, der gerade noch mit Mistral sprach drehte sich um und antwortete: „Sie hat gerade eine Art… Familientreffen. Keine Sorge, laut ihrer eigenen Informationen steht alles in fünf Minuten wieder zur Verfügung.“ „Na, das will ich hoffen. Jede Minute die wir weiter hier sind, rücken die Reaper weiter in die Kerngebiete. Bei einigen haben wir bereits meine gesetzte Untergrenze unterschritten, wir müssen also nun die letzten Verbündeten reinbringen und sofort angreifen.“ „Ich versteh deine Aufregung. EVI, wie weit bist du?“ „Gleich fertig. Phoenixclaw, ich werde Ihnen alles erklären. Nur noch einen kleinen Moment.“, sprach EVI. Derweil kam Mistral völlig außer Atem durch die Luftschleuse und verzog sich sofort runter. „Gut. Wenn mich jemand braucht, ich stehe an der Galaxie-Karte und warte darauf das eine nervige Fehlermeldung verschwindet.“, schloss Phoenixclaw und zog wieder ab. „Die ist ja richtig getrieben…“, flüsterte Silver besorgt. Tatsächlich war erst nach über sieben Minuten die Fehlermeldung verschwunden. Phoenixclaw nahm das genervt hin und widmete sich stattdessen den Koordinaten eines alten Standortes von Atlantis und somit denen des Korogyn-Tempels. Wie sie während des Wartens erfahren hat, tauchten bei den Wissenschaftlern damals ebenfalls die Symptome von Shepards Truppen auf. Den Tempel fand man aber erst, nachdem der Komplex ein Jahr nach seiner Entdeckung auf einen anderen Planeten verlegt wurde und somit eine unverzerrte Tiefenmessung von SEO-03 Tara‘ia möglich war. Ironischerweise wurden wohl beide Tempel von der selben Rasse gebaut, den späteren In’rui, wobei der Korogyn-Tempel sozusagen von der vorherigen Zivilisationsstufe stammt. Irgendwann hatten sich diese In‘rui komplett in den Korogyn-Tempel zurückzogen, um ihren Gott und seinen Kindern zu dienen. Deswegen bauten die anderen In’rui die Tempelstadt Atlantis, wohl weil sie den anderen Standort vergessen hatten oder einfach ignorierten. Nachdem also diese Fehlermeldung weg war, meinte Phoenixclaw nur: „Auf geht’s zu SEO-03. Die Korogyn werden mich noch kennenlernen.“ Tara’ia (= die Welt der Tiefe), war genau die Welt, die der Name beschrieb. Es gab vielleicht 1% Landmasse, dazwischen lagen Meere die teilweise doppelt so tief wie der Marianengraben waren. Und irgendwo darin schwamm ein Tempel von der Größe der ehemaligen Arcturus-Station. Phoenixclaw saß wieder im Cockpit, da sie die Suche manuell und gleichzeitig automatisch ablaufen ließ. „Hast du schon was, EVI?“, fragte sie. „Nein. Ich finde es eher beeindruckend, dass ich bereits über einige 20 Kilometer tiefe Gräben gestoßen bin, die ich das letzte Mal irgendwie übersehen habe…“ „Wolltest du mir vorhin nicht irgendwas noch sagen?“, fragte Phoenixclaw weiter und leitete eine Quadrantensuche ein. „Was? Ach ja. Kleinen Moment.“, meinte EVI. Einige Zeit passierte nichts, nur die Konsolen blinkten und piepsten manchmal. Als sie zu einer weiteren Frage ansetzen wollte, öffnete sich das Kristallschott und ein Androide kam durch. Phoenixclaw drehte sich um und stand erstaunt auf. Dann fuhr sie über die metallene Außenhaut des Androiden. „Wow… Das ist eine der EVA-Einheiten richtig? Ich dachte, dass sie alle in Sammlungen und Museen verschwunden sind…“, sprach sie anerkennend. „Das waren sie. Diese hier galt 146 Jahre lang als verschollen. Techtron hat sie, da ihm Silvers zuletzt eingegebenen Suchbegriffe im EDI-Netzwerk aufgefallen waren, gesucht und mir zurückgegeben.“, erklärte EVI nur. „Dann steht dir wieder das gesamte Repertoire deiner Gefühle zur Verfügung? Wow…“ EVI lächelte. „Ja, ich weiß. Das ist aber nicht die einzige große Neuigkeit. Wissen Sie…“ „Du. Bitte, dutz mich endlich.“ EVI lächelte erneut und erntete einen vielsagenden Blick von Silver. „Also, weißt du, was ich so lange gemacht habe?“ „Irgendwas rechenintensives und was mit sämtlichen deiner Kopien zu tun hat?“ „Genau. Ich habe meinen Leuten einen selbsterdachten Angriffsplan, welcher mit deinem gekoppelt ist, unterbreitet.“ Phoenixclaw blickte erstaunt. „Ja, genau das dachte ich mir auch.“, warf Silver ein. „Ok. Wie lautet er?“ „Wir lösen sämtliche Kraftbeschränker und machen umfangreiche Hacks.“ „Wow… Sehr ambitioniert. Wie viele deiner Kopien und Kopie-Kopien stehen dahinter?“ „Fast 90%.“ „Hm… Ja, wenn alle mitmachen, auch die Captains… Nur das Hacken würde ich lassen, das ist zu gefährlich und beeinträchtigt die Rechenleistung der jeweiligen KI. Wenn du wieder so ein Familientreffen machst, am besten während wir getarnt irgendwo rumschweben, überbring ihnen meinen genauen Plan. Ich überarbeite ihn momentan etwas. Dann leiten wir gemeinsam Phase drei Punkt eins ein. Deal?“, fragte Phoenixclaw nach kurzem Überlegen. EVI strahlte und schlug ein. „Deal. Das wird… oh!“ „Was ist?“, fragten Silver und Phoenixclaw verwundert. „Meine Sensoren haben etwas geortet. Das muss er sein, die Größe stimmt schon mal…“, erklärte ihr bekanntes Hologramm, welches neben Silver erschien und raus auf den Planeten schaute. „Ich habe den Korogyn-Tempel geortet. Er befindet sich momentan knapp 100 Meter unter der Wasseroberfläche des Rejs-Meeres. Und er steigt…“ „Er steigt?“, fragte Phoenixclaw verwundert. „Will er etwa wie Atlantis verschwinden?“, wollte Silver wissen. „Diese Fähigkeit ist nicht überliefert, aber so wie es beim letzten Mal war… Phoenix, du musst in einer Stunde im Tempel sein, sonst taucht er wieder in die Tiefen des Rejs-Meeres ab.“, warnte EVI’s Androide sofort. „Dann geh ich gleich los. Seraphim kommt mit, sonst niemand. Hat das Mastermind seinerzeit noch etwas mitgehabt?“ „Außer Larissa Shepard? Ja, ihre Balance-Lanze.“ „Dann kommt die auch noch mit. Bereite meinen Jäger vor und sag mir genau den Zeitpunkt voraus, an dem der Tempel komplett aufgetaucht ist.“ „Wird gemacht.“ „Silver, du bleibst auf Position und meldest dich, wenn irgendwas seltsames passiert, verstanden?“ „Ja ja. Aufpassen und dir den Spaß lassen. Geht klar. Komm nur in einen Stück zurück. Ich habe gehört, dass das Mastermind damals ziemlich traumatisiert wurde.“, meinte Silver nur, dann verließ Phoenixclaw das Cockpit und er fragte zu EVI: „Was genau ist damals passiert?“ Hologramm und Plattform schauten sich lange an, dann antworteten sie abwechselnd: „Ich weiß es nicht. Es wurde gelöscht, war also wichtig und oder traumatisch.“ „Phoenix, gib da unten acht…“, flüsterte Silver nur und schaute sich den Scann an. Das wird ja witzig. Kategorie:Phoenixclaw (fanon) Kategorie:Fanon
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