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| - __INDEX__ Exillyrik (lat. exilium Verbannung) in Deutschland bezeichnet, wie auch Exilliteratur allgemein, die Werke von Autoren, die gezwungen sind, ihre Heimat aus Gründen von politischer, rassistischer oder religiöser Verfolgung zu verlassen,ins Exil zu fliehen, bzw. aufgrund indirekter Anteilnahme oder aber auch durch Gefangenschaft dazu gezwungen sind, ins "innere Exil" zu gehen. In Exilgedichten, die als poetische Texte in Versform geschrieben sind, wird durch die sprachliche Verdichtung, in Kombination mit emotionalen, extremen, sachlichen bis biografischen Inhalten eine besondere Vertiefung und eine Annäherung an den Themenkomplex Exil möglich. Die Lyrik des Exils zeichnet sich durch ihre thematische, formale und sprachliche Vielfalt aus. Einige Exilgedichte dienen als Dokumentatio
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| - __INDEX__ Exillyrik (lat. exilium Verbannung) in Deutschland bezeichnet, wie auch Exilliteratur allgemein, die Werke von Autoren, die gezwungen sind, ihre Heimat aus Gründen von politischer, rassistischer oder religiöser Verfolgung zu verlassen,ins Exil zu fliehen, bzw. aufgrund indirekter Anteilnahme oder aber auch durch Gefangenschaft dazu gezwungen sind, ins "innere Exil" zu gehen. In Exilgedichten, die als poetische Texte in Versform geschrieben sind, wird durch die sprachliche Verdichtung, in Kombination mit emotionalen, extremen, sachlichen bis biografischen Inhalten eine besondere Vertiefung und eine Annäherung an den Themenkomplex Exil möglich. Die Lyrik des Exils zeichnet sich durch ihre thematische, formale und sprachliche Vielfalt aus. Einige Exilgedichte dienen als Dokumentation von Geschichte, andere sind Liebesgedichten, Natur-, Appell- oder Schmähgedichten zuzuordnen. Nicht nur die Themen wie Krieg, Tod, Heimatverlust, Widerstand, Verfolgung oder Religion, auch die Motive wie Halt, Hoffnung, Trost, Trauer oder Wut zeigen die enorme Spannbreite und z.T. Gegensätzlichkeit von Exillyrik. In mehreren Bundesländern ist Exillyrik wiederholt Prüfungsthema beim Zentralabitur im Fach Deutsch. Zur Analyse von Exillyrik eignet sich neben der Untersuchung von Inhalt, Form und Sprache, die Betrachtung von biographischem und historischem Hintergrund. Zu den bekanntesten deutschen Exillyrikern gehören Rose Ausländer, Bertolt Brecht, Heinrich Heine, Mascha Kaleko und Else Lasker-Schüler. Da die Wurzeln der Exillyrik zurück bis in die Antike reichen und Exillyrik somit ein immer wiederkehrendes Phänomen darstellt, welches sich aus der politischen Verfolgung und der biografischen Komponente der indirekt oder direkt betroffenen Schriftsteller zusammensetzt, gibt es auch im 21. Jahrhundert Exillyriker und Exillyrikerinnen. Die bekanntesten Dichter, die in Deutschland Exil fanden oder emigrierten, sind u.a. Cyrus Atabay, Yüksel Pazarkaya oder SAID.
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