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  • Studierendenvertretungen
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  • Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden die Studierenden durch Burschenschaften repräsentiert. Diese stammten aus dem Adel oder dem hohen Bürgertum, waren männlich und deutsch. Um die Jahrhundertwende formierte sich Widerstand gegen diese Repräsentation von Studierenden aus den Mittelschichten, die in die Universitäten drängten. Diese neuen Gruppierungen nannten sich Freistudentenschaften und verstanden sich unter anderem auch als Klassenkampf-Gruppierungen. In ihnen waren auch einige Frauen und jüdische Studierende vertreten, die ebenfalls durch die Burschenschaften nicht repräsentiert wurden. Arbeiterkinder waren an den Universitäten so marginal, dass sie keine eigene Interessensvertretung aufbauen konnten. Allerdings forderten auch die Freistudentenschaften, dass die Situation für Arbeite
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  • Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden die Studierenden durch Burschenschaften repräsentiert. Diese stammten aus dem Adel oder dem hohen Bürgertum, waren männlich und deutsch. Um die Jahrhundertwende formierte sich Widerstand gegen diese Repräsentation von Studierenden aus den Mittelschichten, die in die Universitäten drängten. Diese neuen Gruppierungen nannten sich Freistudentenschaften und verstanden sich unter anderem auch als Klassenkampf-Gruppierungen. In ihnen waren auch einige Frauen und jüdische Studierende vertreten, die ebenfalls durch die Burschenschaften nicht repräsentiert wurden. Arbeiterkinder waren an den Universitäten so marginal, dass sie keine eigene Interessensvertretung aufbauen konnten. Allerdings forderten auch die Freistudentenschaften, dass die Situation für Arbeiterkinder verbessert werden müsste. Erstmals kam es in Deutschland im Wintersemester 1907/1908 zu einem Allgemeinen Studierenden Ausschuss, an dem auch die Freistudentenschaften beteiligt waren. Doch diese Einrichtung konnte eher nur Experiment gelten, da der AStA (Allgemeine Studierenden Ausschuss) schon nach kurzer Zeit von den konservativen Kräften wieder abgewählt worden ist. Erst im Zuge der Novemberrevolution im November 1918, als Arbeiter- und Soldatenräte das Kaiserreich stürzten, konnten sich die Freistudenten gegen die Burschenschaften durchsetzen. So wurde in Berlin analog zu den Arbeiter- und Soldatenräten ein Studentenrat gegründet. Wie auch alle anderen Räte wurde auch der Studentenrat wieder abgeschafft und durch ein Studentenparlament ersetzt. Nach und nach wurde an fast allen Hochschulen Studentenparlamente eingeführt. Allerdings waren innerhalb der Studentenparlamente die Burschenschaften sehr mächtig, da die Bürgerlichen unter den Studierenden die Mehrheit hatten. Die Studierenden waren auch maßgeblich an der Etablierung des nationalsozialistischen Regimes beteiligt.
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