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| - Die Christlich-Essenische Kirche (abgekürzt CEK) ist eine christliche Glaubensgemeinschaft, die zentral von der Essener-Legende beeinflusst ist, die davon ausgeht, dass Jesus Christus in seiner Jugend Anhänger der historisch lange Zeit schwer fassbaren jüdischen Sekte der Essener gewesen und von dieser zum Geistheiler ausgebildet worden sei. Mit einem Gründungsjahr von 1971 gehört die CEK zu den jüngeren neuen religiösen Bewegungen. Ihrer Bildung voraus gingen ab 1948 regelmäßige Treffen von spirituell begabten Menschen, die nach eigener Aussage von Engeln über den Willen Gottes aufgeklärt wurden. Dabei entstand die Idee der Gründung einer Kirche ohne konfessionelle Schranken. Sie sollte die eine Kirche Gottes sein, zu dessen Gemeinschaftsleben jeder Interessent freien Zugang hat. Bereits anhand ihrer Initiatoren lässt sich dieses Leitbild ablesen. Die CEK wurde am 10. Juni 1971 von Mitgliedern unterschiedlicher religiösen Anschauungen ins Leben gerufen. Darunter waren neben einem Rabbiner, einem Lama und einem Imam auch ein Erzbischof sowie zwei Bischöfe des katholischen und einer des evangelischen Glaubens. Die Namen der Gründer sind bis heute der Öffentlichkeit nicht bekannt, jedoch sollen sie nach Angaben der CEK bereits verstorben sein. Lediglich eine Person des Gründerkreises ist heute noch am Leben und in der CEK aktiv. Es handelt sich dabei um den ehemaligen Industriekaufmann und Reiki-Meister Eckard Strohm. „Nach Rücksprache mit den Engeln“ und „geführt durch den Heiligen Geist“ ist er durch einen Beschluss der „Internationalen Bischofskonferenz“ seit 1999 Oberhaupt der CEK. Er trägt den Titel „Seine Heiligkeit PAX Immanuel II.“ Durch ihn begann die christlich-essenische Kirche immer stärker die Nähe zur Öffentlichkeit zu suchen, um ihre Botschaft der Einheit der Religionen publik zu machen. Gegenwärtig ist sie in 30 Ländern aktiv. In Deutschland hat sie ihren Sitz in Erfurt und ist als eingetragener Verein anerkannt. Der Hauptaspekt der christlich-essenischen Lehre ist sie bereits angesprochene Interreligiosität. Hier spiegelt sich auch das Selbstverständnis die eine Kirche Gottes zu sein, wider. Die CEK beansprucht auf ihrer Homepage die Charakteristika „interreligiös, ökumenisch, spirituell, weltoffen, familiär“ für sich. Es ist daher unerheblich welchen religiösen Hintergrund ein Besucher des Gottesdienstes hat. Aufgrund ihres Verständnisses als religiös offene Gemeinschaft, ist es nicht möglich, sich offiziell zur CEK zu bekennen. Daher ist eine Erhebung der genauen Mitgliedszahlen nur auf Basis von Schätzungen möglich. Nur diejenigen, die ein Amt bekleiden, sind offizielle Mitglieder der Kirche. Die angebotene Integrationstaufe dient nur zur Verbesserung der geistigen Fähigkeiten und ist somit nicht als offizielles Bekenntnis zu sehen. Weitere Angebote der CEK wie die Ausrichtung von Hochzeiten, Beerdigungen oder der Seelsorge können ungeachtet der Konfession von jedem beansprucht werden.
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