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| - Das Schloss Burgdorf ist ein Schloss am höchsten Punkt der Stadt Burgdorf im Kanton Bern. Es ist in die Haupt- und die Vorburg aufgeteilt. Die Vorburg besteht aus dem Torturm, einer Ringmauer mit Wehrgang und einem 45m tiefen Sodbrunnen. Die Hauptburg besteht aus einem quadratischem Bergfried, einem hohen Wohn- und Wehrturm, einem Süd- und Nordflügel, die von massiven Ringmauern mit zwei Halbschalentürmen an der Nordseite umgeben sind. Es wurde um 1200 von Berchtold V. von Zähringen als Ersatz für eine ältere Burge errichtet und kam 1218 in Besitz der Grafen von Kyburg. Der Bergfried und der Palas aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gehören zu den frühesten Backsteinbauten der Schweiz. Im Palas befinden sich ein romanischer Rittersaal und eine Kapelle mit Fresken um 1330, welche Szenen aus dem Leben von Johannes dem Täufer sowie Teile aus der Passionsgeschichte zeigen. Nach einer Belagerung durch Berner und die Eidgenossen in den Jahren 1382 bis 1384 kaufte die Stadt Bern das Schloss mitsamt der Stadt Burgdorf. Danach war das Schloss bis 1798 Sitz des bernischen Landvogts und wurde u.a. von Friedrich Bondeli (1705-1761), dem Vater von Julie Bondeli, bewohnt. Von 1798 bis 1804 beherbergte es die Elementarschule von Heinrich Pestalozzi, ab 1804 den Sitz des Regierungsstatthalters. Heute beherbergt das Schloss neben dem Regierungstatthalteramt des Amtsbezirks Burgdorf ein Schlossmuseum, das Helvetische Goldmuseum und ein Museum für Völkerkunde.
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