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| - Immer wieder wird behauptet, dass akrobatische Hebefiguren nur mit Kraft erfolgen. Beobachtet man jedoch erfahrene Akrobaten, so stellt man schnell fest, dass die Kombination massive Unterperson mit sehr leichter Oberperson keineswegs der Standard ist. Vielmehr ist die übliche Methode, im Training mit unterschiedlichen Partner zu arbeiten, bei dieser Übung ein Hinweis auf die zugrundeliegende, für viele ähnliche Figuren verwendbare Technik.Grundübung
Beobachtungen
Blockierte Mechanik
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| - Immer wieder wird behauptet, dass akrobatische Hebefiguren nur mit Kraft erfolgen. Beobachtet man jedoch erfahrene Akrobaten, so stellt man schnell fest, dass die Kombination massive Unterperson mit sehr leichter Oberperson keineswegs der Standard ist. Vielmehr ist die übliche Methode, im Training mit unterschiedlichen Partner zu arbeiten, bei dieser Übung ein Hinweis auf die zugrundeliegende, für viele ähnliche Figuren verwendbare Technik. Bereits bei dem sehr einfachen Tempo-Aufgang zu der Anfänger-Figur "Stuhl" (Stehen auf den Oberschenkeln) zeigt sich der Unterschied zwischen sauberer Technik und "Hinpfuschen". Die Technik die hier aus der Quälerei des "irgendwie Rauf-Hopsens", eine elegante Figur werden läßt, ist identisch mit den Methoden für die wirklich schwierigen Hebefiguren. Daher ist es sinnvoll bereits als Anfänger mit den Einüben der Hebetechnik zu beginnen.Grundübung
1.
* Die Unterperson steht hinter der Oberperson und fasst die Hüften der Oberperson. Die Oberperson legt ihre Hände auf die Hände der Unterperson, um ein Verrutschen der Hände zu verhindern. Die Oberperson darf die Hände der Unterperson allerdings während der gesamten Übung keinesfalls wegschieben. 2.
* Die Unterperson steht breitbeinig und beugt die Knie soweit (der Winkel bleibt aber deutlich größer als 90°), dass die Schultern der Oberperson sich oberhalb der Schultern der Unterperson befinden. 3.
* Die Oberperson springt nun, nachdem die Unterperson mit einem Zwicken das Signal gegeben hat, einfach senkrecht nach oben und landet danach ebenso wieder auf dem Boden. 4.
* Während des Sprunges der Oberperson streckt sich die Unterperson (Details hierzu siehe folgenden Text). Die Oberperson sollte die gesamte Zeit, inklusive Landung bis zum sicheren Stand, gehalten werden (Hilfestellung).Beobachtungen
Die Sprunghöhen, welche die normalen Akrobatik-Oberpersonen aus dem Stand erreichen, sind leider meistens überschaubar. Ein Training mit Sportlern aus sprungintensiven Sportarten (z.B. Leichtathletik, Volleyball, etc.) liefert hier sehr überraschende Effekte! Allerdings reichen auch diese Sprunghöhen alleine nicht für gute Figuren aus. Beobachtet man die unterschiedlichen Anstrengungen der Unterpersonen, so fällt es auf, dass ein großer Einsatz oft mit geringem Erfolg, ein scheinbar müheloses Agieren aber mit dem Erreichen der vollen Höhe zusammenfällt. Damit können wir Krafttraining zuerst einmal als alleinige Lösung streichen. Besonders "schön" ausgeführte Figuren erreichen auch immer die gewünschte, vollständige Höhe. Andererseits lassen sich Übungen beobachten, die unharmoisch beginnen und nur bescheidene Höhen erreichen. Häufig versuchen Oberpersonen durch extreme Anstrengungen beim Absprung möglichst viel Schwung zu der Figur beizutragen. Allerdings muss dieser Schwung noch von der Unterperson effektiv aufgenommen und in die eigene Bewegung integriert werden. Diese Koordination wird bei der reinen Konzentration auf möglichst große Kraftentfaltung beim Absprung fast unmöglich. Daher muss unbedingt eine aufeinander abgestimmte Bewegungsharmonie einen Vorrang vor der schieren Sprungkraft erhalten.Blockierte Mechanik
Üblicherweise stehen Anfänger aufrecht hinter der Oberperson und leisten die Ergebnise ihrer Hebefigur ausschließlich mit dem Anwinkeln des Unterarmes. Sobald diese Position erreicht ist kann keine relevante, weitere Höhe mehr gewonnen werden. Die Mechanik dieses Bewegungsablaufes verwendet die gesamte Sprungenergie der Oberperson in das einfachen Anwinkeln der Arme der Unterperson. Die Unterperson kann dann aus dieser Positon und mit diesem Bewegungsablauf keine weitere sinnvolle Höhe beitragen (Reine Kraftspielereien mal ausgenommen, wir wollten hier über Technik reden). Der Grund für dieses schlechte Ergebnis ist die vollständige Fixierung der Schulterglenke der Unterperson. Üblicherweise werden bei der Erwartung großer Lasten die Gelenke durch Anspannen der Muskeln stabilisiert. Dies ist für viele Situationen ein sinnvoller Weg, allerdings nicht nutzbar für unsere Hebefiguren. Gerade hier muss eine vollständige Streckung der Arme nach oben erfolgen. Die Schultern jedoch gleichzeitig unverkrampft zu bewegen und eine schwere Last zu heben ist eine sehr hohe koordinative Herausforderung. Es ist nicht zu Erwarten, dass derart schwierige Bewegungsabfolgen einfach nebenbei, ohne weitere Anleitung oder immensen Aufwand, erlernt werden können.
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