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| - Myanmar ist eines der Heimatländer des Asiatischen Elefanten, in denen heute noch eine wild lebende Population vorhanden ist. Der offiziell Myanmar genannte Staat wird auch mit Birma (oder englisch Burma) bezeichnet. Die Verbreitung der Wildelefanten bezieht sich vor allem auf den Norden, den Südosten und -westen des Landes, während die zentrale Ebene mit dem Irrawaddy (Ayeyawady) nur einen kleineren Forstbereich im Bago-Yoma-Gebirge zwischen Irrawaddy und Sittaung besitzt, der mit Elefanten bevölkert ist. Während noch vor zehn Jahren der Wildbestand auf unter 4.000 Tiere geschätzt wurde, liegen heutige Einschätzungen (mangels fester Daten) bei bereits unter 2.000 Wildelefanten. Der Rückgang wurde früher insbesondere auf die Wilderei zurückgeführt, eine jüngere Erhebung macht deutlich, das
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| - Myanmar ist eines der Heimatländer des Asiatischen Elefanten, in denen heute noch eine wild lebende Population vorhanden ist. Der offiziell Myanmar genannte Staat wird auch mit Birma (oder englisch Burma) bezeichnet. Die Verbreitung der Wildelefanten bezieht sich vor allem auf den Norden, den Südosten und -westen des Landes, während die zentrale Ebene mit dem Irrawaddy (Ayeyawady) nur einen kleineren Forstbereich im Bago-Yoma-Gebirge zwischen Irrawaddy und Sittaung besitzt, der mit Elefanten bevölkert ist. Während noch vor zehn Jahren der Wildbestand auf unter 4.000 Tiere geschätzt wurde, liegen heutige Einschätzungen (mangels fester Daten) bei bereits unter 2.000 Wildelefanten. Der Rückgang wurde früher insbesondere auf die Wilderei zurückgeführt, eine jüngere Erhebung macht deutlich, dass die seitdem gefangenen und zur Arbeit eingesetzten Tiere dem heutigen Wildbestand fehlen. Die Zähmung von frei lebenden Elefanten ist demzufolge also hauptsächlich für den Rückgang der Zahl von Wildelefanten verantwortlich. Über die Zahl dieser Wildelefanten geht die der gezähmten Elefanten deutlich hinaus. Für 2011 wird ein Bestand von 4.755 Elefanten angegeben, die zum überwiegenden Teil in der Forstwirtschaft arbeiten. Federführend in der Elefantenhaltung ist die staatlich gelenkte Myanmar Timber Enterprise (MTE), die den größten Teil von über 2.850 Tieren besitzt. Die meisten anderen pachtet die MTW von privaten Besitzern und setzt sie ebenfalls zur Arbeit in den Wäldern ein. Die Arbeitscamps sind über das ganze Land verteilt. Für die registrierten Tiere gibt es ein eigenes Zuchtbuch und eine tierärztliche Grundversorgung durch die MTE, die die Tiere trotz geringer Ausrüstung gut in Pflege hält. Allerdings ist die Fortpflanzung unter den Arbeitstieren gering, so dass die meisten "Hauselefanten" Wildfänge sind. Elefanten geniessen in der birmanischen Kultur hohes Ansehen. Historisch wurden sie als Kriegselefanten eingesetzt. Erst mit der britischen Kolonialmacht im 18. und 19. Jahrhundert kommt es zum Einsatz von Elefanten im organisierten Forstbetrieb. Wie in anderen südostasiatischen Staaten wurden auch in Birma Weiße Elefanten von den Königen gehalten. Auch heute leben noch einige Weiße Elefanten in den zentralen Tempelanlagen in Yangon und Naypyidaw. Wenige Elefanten leben in Zoos oder werden im Tourismus eingesetzt.
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