abstract
| - Peredor ist ein vom Körperbau her nicht wirklich aus der Masse stechender Mann, der die Dreißig augenscheinlich schon hinter sich gelassen hat. Mit seiner Größe von einem Meter und einundachtzig Zentimetern, sowie einem athletischen, drahtigen Körperbau ist er niemand, der auf den ersten Blick einschüchternd wirkt, doch hat er eine selbstsichere, einnehmende Körpersprache, die das wieder wettzumachen weiß. Vielleicht würde man ihn aufgrund seiner lebendigen Ausstrahlung durchaus etwas jünger einschätzen, als er ist, wenn nicht erste, kleine Falten um Augen und Mund zu erkennen wären und seine melancholisch dreinblickenden Augen mit ihren smaragdgrünen Iriden den Eindruck vermitteln würden, schon zu viel in ihrem Leben gesehen zu haben. Seine Haut weist eine gesunde, dezente Bräune auf, welche selbst im Winter nicht vollends schwindet. Er hat schulterlanges, kastanienbraunes Haar, das zwar oft unter einer Kapuze verborgen wird, doch bis auf ein Paar Strähnen, die ihm in das Gesicht fallen, sauber fällt und gepflegt wirkt. Seine Wangen und sein Kinn zieren ein Dreitagebart, der jene in der gleichen Farbe bedeckt, die auch schon bei seinem Haupthaar zu sehen ist. Sein Gesicht definiert sich durch markante Züge, denen der Hauch an Verschlagenheit fast schon wie eine zweite Haut anhaftet, während die Augen mit scharfsinnigem, aber nicht alles preisgebendem Blick in die Welt blicken. Zwar ist das Leben nicht ohne Spuren an ihm vorbeigezogen, doch mögen viele durchaus behaupten, dass es dem attraktiven Äußeren keinen Abbruch getan hat. Seine Kleidung wirkt eher zweckdienlich, als edel. Einige Teile, wie die Weste aus dickem Leder, die innen noch gepolstert ist und seine weite Stoffhose mit den großen Taschen, sowie ledernen und felligen Elementen, wirken abgetragen und alt. Unter der Weste trägt er ein faltiges, blaugraues Hemd. Oft trägt er mit Fell versehene, fingerlose Handschuhe und Stiefel mit Krempen, die selbst die Kälte des Winters gut fernhalten können, sowie einen Umhang, der aus Tierhaut und Fell besteht. Letzteres ist am Kragen besonders dicht. Die Farben seiner Kleidung sind überwiegend dunkel. Schwarz, Blau und Braun kann man ausmachen, doch auch Grau im Fell des Umhangs, den Handschuhen und den Stiefeln. Am Gurt trägt er einen Einhänder aus geschwärztem Stahl, der in einer schlichten, schwarzen Lederscheide steckt und wohl das Teuerste ist, was er bei sich trägt. Hinten am Gurt und unter dem Umhang versteckt, hängt noch ein klimpernder Lederbeutel. Vorne befindet sich eine kleine Tasche, sowie ein beidseitig geschliffenes, spitz zulaufendes Messer mit lederumwickeltem Griff, das ebenso in einer Lederscheide steckt. Was in seinen großen Hosentaschen oder Westentaschen steckt, kann man hingegen nur vermuten. Die sichtbaren Hautpartien sind im Normalfall narbenfrei, auch wenn man das von den verborgenen Stellen nicht behaupten kann. Er besitzt ein Hautbild auf seiner linken Brustseite, welches den Kopf eines Wolfes von vorne darstellt und ein Auge geschlossen hat. Auf dem Handballen seiner rechten Hand, die jedoch zumeist behandschuht ist, prangt eine münzgroße, kreisförmige Brandnarbe. Auf dem rechten Schulterblatt hat er eine etwa fünfzehn Zentimeter lange Narbe, welche wohl eine alte Schnittverletzung ist. Auf der rechten Brustseite sind drei kreisförmige Narben mit etwas weniger als einem Zentimeter Durchmesser, die zusammen ein gleichseitiges Dreieck bilden. Zwei ähnliche Narben finden sich auch auf seinem linken Oberarm. Hier und da hat er noch kleine, nicht nennenswerte Narben, die ebenso nach Schnittwunden aussehen.
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